Der Arbeitskreis Fotografie trifft sich einmal im Monat, jeden letzten Donnerstag ab 19 Uhr. Unser Vereinsraum befindet sich aktuell im Mehrgenerationenhaus „Alte Feuerwehr“ am Nicolaiplatz 5 im Stadtzentrum von Grimma.

Interessierte melden sich bitte im Vorfeld bei unserem künstlerischen Leiter Thomas Kube an.

Kunst- und Fotoverein Grimma e.V.

Arbeitskreis Fotografie

(hervorgegangen aus dem Fotoklub Grimma)

1964 – Gründungsjahr

Als sich im Mai 1964 der Fotoklub Grimma gründete, ahnte wohl noch keiner, dass dieser Verein eine große Zukunft vor sich habe. Gründungsmitglied war der Leiter des Kulturhauses Grimma, der damals 24-jährige Gerhard Weber. Der gebürtige Berliner ist bis heute dem Verein treu geblieben, steht ihm von Anfang an als künstlerischer Leiter vor. Gerhard Weber (AFIAP), der zum Diplomfotografen und Fotodesigner avancierte, prägte all die Jahre lang die Arbeit des Fotoklubs. Schon die erste Ausstellung des damals noch jungen Fotoklubs hatte beachtliches Niveau. Erste größere Aktion der „Kreisarbeitsgemeinschaft Fotografie“, wie sie sich nannte, war ein Foto-Cocktail am 11. Juli 1964. Gesucht war das „Fräulein Titelbild“! „Nichts anderes als die heutigen Miss-Wahlen“, erinnert sich Weber. „Doch das durften wir nicht sagen, wäre ja imperialistische Propaganda gewesen und hätte unser Aus bedeuten können.“ Wichtig waren den Vereinsmitgliedern nicht nur gute Fotos und Ausstellungen. Auch das gemütliche Beisammensein sollte nicht zu kurz kommen. Besonders die Zusammenarbeit zwischen Fotoklub und der Heimatzeitung Rundblick hebt Weber immer wieder hervor.

1970er Jahre

„Wir waren ein tolles Team und haben uns auch gut ergänzt.“ Der Rundblick konnte gute Fotos veröffentlichen, und wir hatten immer beste Präsentationsmöglichkeiten. 1972 wurde der Klub als „hervorragendes Volkskunstkollektiv“ ausgezeichnet. Zahlreiche Episoden in den 1970er Jahren machten diese Zeit für die damaligen Mitglieder unvergesslich: der erste Fernsehauftritt des Fotoklubs in der Serie „Greif zur KAMERA“ beispielsweise oder die Fahrt im überfüllten Liegewagen nach Krakow zu einer damals weltberühmten Aktfotoausstellung. Später folgte die Ausstellung zum 30. Jahrestag der DDR. Thema: „Genossen“. „Eine gelogene bildnerische Schönheit, für die wir uns heute schämen sollten“, sagt Weber rückblickend. „Obwohl die Fotos technisch perfekt waren, zeigten sie nicht die Wahrheit, sondern waren dem Tenor, die Partei hat immer Recht, untergeordnet.“

„In den 1960er Jahren“, stellt Weber heute fest, „haben wir brave Amateurfotografie betrieben. In den 70er Jahren hingegen sind wir alle der Agitationsfotografie verfallen. In den 80er Jahren änderten wir dann unseren Stil. Wir fingen an, Fotos von der Realität im Sozialismus zu machen und nicht die geforderte Schönmalerei.“ Beeindruckende Arbeiten entstanden. „Die Dorfgeschichte von Dürrweitzschen“ zum Beispiel, wo man versuchte, alle Dorfbewohner auf ein Bild zu bekommen. Die Dürrweitzschen-Ausstellung bekam bei den Arbeiterfestspielen eine Goldmedaille.

1980er Jahre

Mitte der 1980er Jahre gab es eine Trendwende im Verein. Die progressiven Fotografen taten sich zusammen. Man begann die ernüchternde Wirklichkeit der DDR im Bild festzuhalten. Als Pendant zu den Malchower Farbdiatagen konnte der Fotoklub Grimma vier erfolgreiche Colditzer Farbdiatage verwirklichen.

1990er Jahre – (Neu-)Gründung des Kunst- und Fotovereins Grimma e.V.

Im September 1990 stellte das Kulturhaus Grimma seine Arbeit ein. Damit war auch die Tätigkeit des Fotoklubs beendet. Doch einige verbliebene Mitglieder gründeten bereits am 21. September den heutigen Kunst- und Fotoverein Grimma e.V. Das war allerdings nur möglich durch die Zusammenlegung des früheren Zeichenzirkels Grimma und des Fotoklubs Grimma, weil eine Mindestanzahl an Mitgliedern zur Gründung eines Vereins nach neuem bundesdeutschem Recht erforderlich war.

Erst 1993 kam endlich wieder eine neue Ausstellung in die Öffentlichkeit. Die Aktivitäten und öffentlichen Präsentationen nahmen ab Mitte der 1990er Jahre wieder zu. Neben zahlreichen Personalausstellungen sind hier besonders vier Akt-Workshops und die Arbeit an der Fotoausstellung „Leben im PEP“ (Einkaufscenter) zu nennen.

Mit der Sparkasse Muldental fand der Fotoverein Grimma zudem einen Partner, der größere Projekte möglich machte. Die Muldental-Fotoschau wurde geboren. Mittlerweile sind zehn Veranstaltungen dieser Art mit hohen Teilnehmerzahlen zu einer festen Größe in der Kulturlandschaft des Muldentalkreises geworden.

2000er Jahre bis 2014

Größtes Vorhaben der Mitglieder des Fotovereins sind aber die Colditzer Farbdiatage, nunmehr als Sächsische Farbdiatage bezeichnet. Nach dem erfolgreichen Comeback im Oktober 1999 sollte diese Tradition fortgesetzt werden. Im Oktober 2001 gab es eine weitere Veranstaltung, die erstmals nach der Wende wieder über zwei Tage ablief. Mit fast 60 Teilnehmern aus drei Bundesländern und Berlin waren die Gastgeber durchaus zufrieden. Die Sächsischen Farbdiatage 2003 fanden dann erstmals mit Unterstützung durch den Deutschen Verband für Fotografie (DVF) in Colditz statt. Nun nahmen schon fast 90 Fotofreunde daran teil. Erstmalig auch Fotografen aus westlichen Bundesländern. Auch die Farbdiatage 2005 und 2007 fanden bei den Fotofreunden aus ganz Deutschland nochmal großen Zuspruch. Dennoch machte sich deutlich bemerkbar, dass die Digitalfotografie auf dem Vormarsch ist und immer weniger Hobbyfotografen analog arbeiten und somit auch kaum noch Diafilme belichtet werden. Deshalb entschlossen wir uns, die Sächsischen Farbdiatage mit der Veranstaltung im Oktober 2007 aus dem Programm zu nehmen. Es sollte aber weiterhin in dem bekannten zweijährigen Wechselmodus Sächsische Fototage auf Schloss Colditz geben. Und so haben wir im Oktober 2009 unsere Tradition fortgesetzt und erneut zehn Fotovereine als Gäste begrüßen können. Und auch im Oktober 2011 fand diese sachsenweit wohl größte Fotoveranstaltung wieder auf Schloss Colditz statt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens vom Arbeitskreis Fotografie wurden die nächsten Sächsischen Fototage ins Jubiläumsjahr 2014 verlegt. Erstmalig im Frühjahr beteiligten sich Ende April 2014 immerhin 15 Fotovereine mit ihren Wettbewerbskollektionen, und etwa 100 Teilnehmer kamen auf Schloss Colditz bzw. zum Ausflug ins Deutsche Fotomuseum nach Markkleeberg.

Einen Monat später bekamen wir zudem den Heimatpreis des Landkreises Leipzig und der Leipziger Volkszeitung als Anerkennung für unsere langjähriges künstlerisches Engagement für alle Muldentaler Kunst- und Fotografieinteressierten. Als krönender Abschluss unseres 50. Vereinsjubiläums haben wir in der Klosterkirche Grimma eine überdimensionale Lichtinstallation in Form eines Mosaikfotos geschaffen. Dieses Light-Art-Picture wird über mehrere Jahre an die beiden Hochwasserkatastrophen von 2002 und 2013 in Grimma erinnern, weil es aus über 1.000 Porträtfotos von damaligen Helfern besteht (siehe auch 2015).

2015

Auch das Jahr 2015 war für unseren Fotoverein erfolgreich. Bei der 8. Landesfotoschau in Dresden im März kamen gleich drei Preisträger aus Grimma: Hubertus Letzner, Günther Schulze und André Heidner. Neben diesen Preisträgern hatten Antje und Thomas Letzner sowie Thomas Kube noch weitere Annahmen, sodass unser Verein mit zwölf Fotos in der Fotoschau vertreten war.

Mitte April wurde dann endlich offiziell bei einer großen Festveranstaltung in der Klosterkirche Grimma unser hintergrundbeleuchtetes Mosaikfoto-Wandbild eingeweiht. Es besteht aus 1.035 Porträtfotos, die durch 2.500 LED-Lämpchen angestrahlt das 450 Kilogramm schwere Wandbild zum Erleuchten bringen. Seitdem kann es zu allen öffentlichen Veranstaltungen in der Klosterkirche besichtigt werden.

Im Mai gab es anlässlich der „750-Jahrfeier der Stadt Colditz“ auch eine Sonderschau „150 Jahre Fotografie in Colditz“. Sie wurde sowohl Open Air im Stadtbild rund um Kirche und Schloss als auch im Saalhaus vom Schloss Colditz präsentiert. Zu sehen waren Fotoarbeiten aller stadtbekannten Berufsfotografen, aber auch von erfolgreichen Hobbyfotografen. Darunter auch aktive und ehemalige Mitglieder vom Fotoverein. Allen voran Gerhard Weber, aber auch Eberhard Jasinski, André Heidner und Evelyn Zacharias konnten ihr fotografisches Können dort unter Beweis stellen.

Ebenfalls im Mai zeichnete die Stadt Grimma verdienstvolle Ehrenamtliche für ihr Engagement im Freizeitbereich aus. Darunter war auch unser Klubleiter Thomas Kube.

Im Juli gab es bei der 11. Internationalen Barnack Biennale eine Anerkennung für Ulla Schäfer und eine lobende Erwähnung für Thomas Kube.

Bei der 42. Süddeutschen Fotomeisterschaft des DVF wurde unser Hubertus Letzner Süddeutscher Fotomeister mit 38 Punkten und sechs Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Die SFM wird für die acht Bundesländer im Süden Deutschlands ausgelobt. 211 Bildautoren reichten in diesem Jahrgang insgesamt 633 Fotos ein.

2016

Das Jahr 2016 stand wieder im Zeichen der Muldental-Fotoschau, die wir immer im Frühjahr in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Muldental durchführen. 119 Teilnehmer hatten diesmal 633 Fotos eingereicht. Die beste Gesamtleistung und damit Hauptpreisträgerin wurde unserer Ulla Schäfer zugesprochen. Den 2. Platz in der Kategorie Farbfoto erreichte unsere Carsta Müller, der 3. Platz bei der Schwarz-Weiß-Fotografie ging an André Heidner. Den Sonderpreis zum Thema „Augenblicke“ erreichte unsere Sylvia Jassmann. Zu den Preisträgern bei den hervorragenden Fotoarbeiten gehören von unserem Fotoklub: Antje Letzner, Günther Schulze, Wolfgang Wilcke, Evelyn Zacharias und Thomas Kube.

Ende Oktober luden wir dann wieder zu unseren Sächsischen Fototagen auf das Schloss Colditz ein. 18 Fotoklubs- und -vereine waren diesmal unserem Aufruf gefolgt. Teilnahmerekord! Der Jury lagen somit 360 Fotos zur Bewertung vor. Mit dem Ergebnis, dass unser Fotoverein Grimma den 1. Platz in der Klubwertung belegte. Mehr noch: Das höchstbewertete Einzelfoto kam von Thomas Kube, das zweitbeste Foto von Sylvia Jassmann. Auch beim Sonderthema „Digi-Art“ gewann mit André Heidner ein Mitglied unseres Vereins.

2017

Das Fotojahr 2017 eröffnete unser Klubgründer Gerhard Weber mit seiner Fotoschau „Der andere Blick des Fotografen“ in der Rathausgalerie am Markt in Grimma. Die Ausstellung zeigt großformatige Porträtaufnahmen von bekannten Persönlichkeiten, Muldentaler Originalen und Prominenten aus dem Muldenland und wird eineinhalb Jahre später (Ende 2018) auch in der Galerie Wurzen nochmal der Öffentlichkeit präsentiert.

Anfang März wurde dann auf dem Bahnhof Dresden-Neustadt die 9. Landesfotoschau des DVF Sachsen eröffnet. Hauptpreisträger und damit Gewinner der DVF-Leistungsmedaille in Silber waren diesmal André Heidner und Thomas Kube von unserem Fotoverein Grimma. Eine weitere Anerkennung in Form einer Urkunde ging an Sylvia Jassmann.

Im Mai zeigte Schloss Colditz erstmalig die „100 Bilder des Jahres“ der Gesellschaft für Fotografie (GfF). Grimma ist mit fünf Autoren und sieben Fotos dabei: Werner Rosenberger, André Heidner, Sylvia Jassmann, Thomas Kube und Gerhard Weber. Letzterer bekam zudem einen Sonderpreis zugesprochen.

2018

Das Fotojahr 2018 begann für unseren Fotoverein mit einer Anerkennungsurkunde für Sylvia Jassmann bei der 85. Deutschen Fotomeisterschaft des DVF. Dort wurden bundesweit fast 6.000 Bilder eingereicht. Zu den insgesamt acht Annahmen, die Grimma bei diesem Wettbewerb erreicht hat, gehören auch Fotos von André Heidner (4), Thomas Kube (2) und Günther Schulze (1).

Im Juni war dann Vernissage für die mittlerweile 12. Muldental-Fotoschau, die bereits zum zweiten Mal für den gesamten Landkreis Leipzig ausgerufen wurde. Hauptpreisträger für die beste Gesamtleistung wurde unser André Heidner. Weitere Preisträger aus unserem Verein waren:

  1. Preis SW-Fotografie – Annette Jünger
  2. Preis SW-Fotografie – Raymund Töpfer
  3. Preis SW-Fotografie – Holm Huber
  4. Preis Farb-Fotografie – Sylvia Jassmann
  5. Preis Farb-Fotografie – Jens-Uwe Andre

Im September wurden dann erneut die Top „100 Fotos der Gesellschaft für Fotografie“ auf Schloss Colditz gezeigt. Diesmal ein Riesenerfolg für unseren Fotoverein Grimma. Denn mit André Heidner (Hauptpreisträger) und Evelyn Zacharias und Gerhard Weber (beide Sonderpreisträger) sowie weiteren Annahmen von Sylvia Jassmann, Hubertus Letzner, Ulla Schäfer und Thomas Kube erreichten wir unser bisher erfolgreichstes Jahr bei diesem bundesweiten Fotowettstreit.

2019

Das Fotojahr 2019 begann wieder mit einem Achtungserfolg für unseren Fotoverein. Bei der 10. Landesfotoschau des DVF erreichte Gerhard Weber die beste Gesamtleistung und somit die DVF-Leistungsmedaille in Silber. (Goldmedaillen werden nur auf Bundesebene vergeben.) Weitere Urkunden bekamen Sylvia Jassmann, Thomas Kube und André Heidner.

Im April wurden dann die Sieger der „100 Bilder aus 2018“ von der GfF bekannt gegeben. Hauptpreisträger war diesmal Eberhard Jasinski, unser langjähriges Vereinsmitglied. Zu den Sonderpreisträgern dieses Jahrgangs gehören auch Sylvia Jassmann und Thomas Kube. Immerhin 329 Einsender hatten sich mit insgesamt 2.208 Fotos am Wettbewerb beteiligt.

Am letzten Oktoberwochenende standen dann wieder unsere Sächsischen Fototage auf dem Programm. Zur 17. Veranstaltung nach der Wende kamen diesmal 16 Fotoklubs. In der Klubwertung belegten wir diesmal den 2. Platz. Eines der drei höchstbewerteten Fotos des Wettbewerbs (28 von 30 möglichen Punkten) stammt von unserem Klubleiter Thomas Kube.

2020 – Corona-Jahr

Freudiger Anlass zum Jahresbeginn: Am 9. Januar wurde unser Klubgründer und das heutige Ehrenmitglied Gerhard Weber 80 Jahre alt. Trotz oder gerade wegen seines hohen Alters beabsichtigte er eine weitere große Open-Air-Fotoschau in Zusammenarbeit mit unserem Klub zu seinem 60-jährigen Fotoschaffen in diesem Frühjahr. Doch wegen der Corona-Pandemie mussten wir dieses Vorhaben auf das Jahr 2021 verschieben.

Am 10. Januar lädt der Landkreis Leipzig zu seinem alljährlichen Neujahrsempfang ein. Dort werden sechs auserwählte ehrenamtlich tätige Bürger für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Kategorie „Sonstige Vereine“ war diesmal dem Kunst- und Fotoverein Grimma e.V. vorbehalten. Geehrt wurde unser künstlerischer Leiter, Thomas Kube, für seine mittlerweile 16-jährige Tätigkeit als Klubleiter und als stellvertretender Vorsitzender des gesamten Vereins.

Seit März befindet sich Deutschland im Corona-Ausnahmezustand, und sämtliche öffentlichen Veranstaltungen und Fotoschauen wurden erst mal abgesagt. So auch die Vernissage zur Auswertung des DVF-Mappenwettbewerbs in Dresden. Dort sollte Thomas Kube die DVF-Ehrennadel in Silber überreicht werden. Diese kam dann Monate später mit der Post.

Auch die große angekündigte Fotoschau „30 Jahre DDR & 30 Jahre nach dem Mauerfall“ von Gerhard Weber mussten wir absagen und hoffen nun auf eine Durchführung im Frühjahr 2021.

Monatliches Treffen

Gegenwärtig füllen 24 aus Grimma, Colditz, Waldheim, Leipzig, Naunhof und Oschatz kommende Fotografinnen und Fotografen zwischen 36 und 81 Jahren die Mitgliederliste. Jeden letzten Donnerstag im Monat treffen sie sich (im Normalfall) ab 19 Uhr im „Mehrgenerationenhaus Grimma“ am Nicolaiplatz 5. Interessenten sind jederzeit willkommen (Anmeldung erbeten bei Thomas Kube).

Thomas Kube

Künstlerischer Leiter seit 2004

Hier gehts zum Projekt Leuchtkasten

Rückblick

50 Jahre Fotoverein Grimma e.V.

Im Mai 2014 feierte der Arbeitskreis Fotografie des Kunst- und Fotovereins Grimma e.V. seinen 50. Geburtstag.
In den fünf Jahrzehnten seines Bestehens hat sich der Arbeitskreis Fotografie über die Stadt- und Landgrenzen hinweg einen guten Namen gemacht. Er ist fester Bestandteil in der Amateurfotoszene regional und überregional.
Erfolgreiche Teilnahme mit zahlreichen Auszeichnungen, Preisen und Medaillen an lokalen, nationalen und internationalen Wettbewerben und Ausstellungen zeugen von den kreativen Fähigkeiten der Vereinsmitglieder.

Zu den Erfolgen und wichtigen Ereignissen in der Vergangenheit zählen:

  • 2020 – Thomas Kube, künstlerischer Leiter des AK Fotografie, erhält die DVF-Ehrennadel in Silber
  • 2020 – Thomas Kube, künstlerischer Leiter des AK Fotografie seit 15 Jahren, bekommt den Ehrenamtspreis des Landkreises Leipzig
  • 2020 – Vereinsgründer und Ehrenmitglied Gerhard Weber (AFIAP) wird 80 Jahre alt!
  • 2019 – Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: Grimma belegt den 2. Platz
  • 2019 – 100 beste Bilder aus 2018: 2 Sonderpreise für Sylvia Jassmann und Thomas Kube sowie insgesamt 12 Annahmen
  • 2019 – 10. Landesfotoschau des DVF Sachsen: beste Gesamtleistung Gerhard Weber und 3 Urkunden für Jassmann, Heidner und Kube
  • 2018 – 100 beste Bilder aus 2017: Hauptpreisträger André Heidner, Sonderpreise für Evelyn Zacharias und Gerhard Weber, insgesamt 11 Annahmen
  • 2018 – 12. Muldental-Fotoschau: Hauptpreisträger wird André Heidner, weitere Preisträger von uns: Annette Jünger, Raymund Töpfer, Holm Huber, Sylvia Jassmann und Jens-Uwe Andre
  • 2017 – 100 beste Bilder aus 2016: 1 Sonderpreis für Gerhard Weber und 7 Bildannahmen
  • 2017 – 9. Landesfotoschau des DVF Sachsen: Beide Hauptpreisträger kommen aus Grimma: André Heidner und Thomas Kube
  • 2016 – Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: Grimma belegt den 1. Platz
  • 2016 – Muldental-Fotoschau: Hauptpreisträger wird Ulla Schäfer, weitere Preisträger sind Carsta Müller, André Heidner, Sylvia Jassmann, Antje Letzner, Wolfgang Wilcke, Günther Schulze, Evelyn Zacharias und Thomas Kube
  • 2015 – 11. Internationale Barnack Biennale in Berlin: 1 Urkunde (Ulla Schäfer) und 1 lobende Erwähnung (Thomas Kube) sowie 12 Annahmen
  • 2015 – Süddeutsche Fotomeisterschaft: Hauptgewinner wird Hubertus Letzner und Grimma belegt den 6. Platz bei 26 teilnehmenden Klubs
  • 2015 – Ehrenamtspreis der Stadt Grimma für Klubleiter Thomas Kube
  • 2015 – German International DVF-Photocup: 1 Medaille (Sylvia Jassmann) und 3 Urkunden
  • 2015 – 8. Landesfotoschau des DVF Sachsen: 3 Hauptpreise (Hubertus Letzner, André Heidner und Günther Schulze) und 9 Bildannahmen
  • 2015 – Einweihung des großen Mosaikfoto-Leuchtbildes in der Klosterkirche anlässlich des 50-jährigen Bestehens vom Fotoverein
  • 2014 – 100 beste Bilder aus 2013: 8 Annahmen
  • 2014 – Heimatpreis des Landkreises Leipzig und der Leipziger Volkszeitung
  • 2014 – German International DVF-Photocup: 1 Medaille (Thomas Kube) und 2 Urkunden
  • 2014 – Auszeichnung mit der DVF-Verdienstmedaille in Gold
  • 2014 – Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: 4. Platz und bestes Einzelfoto des Wettbewerbs
  • 2013 – German International DVF-Photocup: 9. Platz von 42 teilnehmenden Fotoklubs
  • 2013 – 100 beste Bilder aus 2012: 2 Sonderpreise, 1 Publikumspreis und 11 Annahmen
  • 2013 – 4. Landesfotoschau des DVF in Dresden: 4 Urkunden
  • 2013 – Muldental-Fotoschau: beste Gesamtleistung sowie jeweils 1. Platz S/W und Farbe
  • 2012 – 80. Meisterschaft der DVF-Bundesfotoschau: 1 Medaille, 2 Preise und 17 Annahmen
  • 2012 – 100 beste Bilder aus 2011: 3 Sonderpreise und 11 Annahmen
  • 2012 – 8. Porträtfotoschau Deutschlands in Dresden: 7 Annahmen
  • 2011 – Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: 1. Platz mit bester Wettbewerbskollektion
  • 2011 – Sachsens größte Open-Air-Fotoausstellung „LebensZeiten – Mitten im Land“, an vier Standorten in und um Grimma von Gerhard Weber, wurde realisiert mit tatkräftiger Unterstützung vom Fotoverein
  • 2011 – 1. deutscher Fotopreis des DVF geht an unser Ehrenmitglied Gerhard Weber
  • 2011 – 100 beste Bilder aus 2010: 3 Sonderpreise und 13 Annahmen
  • 2011 – Muldental-Fotoschau: 1 Hauptpreis sowie jeweils 2. und 3. Platz S/W und Farbe
  • 2010 – 100 beste Bilder aus 2009: Hauptpreis und ein Sonderpreis sowie insgesamt 13 Annahmen
  • 2009 – Sächsische Fototage: 1. Platz Gesamtwertung und drei Sonderpreise
  • 2009 – Muldental-Fotoschau: 2 Hauptpreis- und 5 Sonderpreisträger
  • 2009 – 100 beste Bilder aus 2008: 1 Sonderpreis und 6 Annahmen
  • 2008 – Fotowettbewerb des Sächsischen Apothekerverbandes: 12 Annahmen
  • 2008 – 100 beste Bilder aus 2007: 1 Sonderpreis und 5 Annahmen
  • 2008 – 6. Porträtfotoschau Deutschlands: 1 Preis und 7 Annahmen
  • 2007 – 100 beste Bilder aus 2006: 1 Sonderpreis und 6 Annahmen
  • 2007 – Muldental Fotoschau: 4 Preise, 3 Anerkennungen
  • 2006 – DVF-Landesmeisterschaften Sachsen/Sachs.-Anhalt/Thüringen: Hauptpreis, 2 Anerkennungen
  • 2006 – 100 beste Bilder aus 2005: 1 Preis und 5 Annahmen
  • 2006 – Fotowettbewerb des Sächsischen Apothekerverbandes: 1 Hauptpreis und 1 Sonderpreis
  • 2005 – Sächsische Farbdiatage in Colditz 2005: 4. Platz von 16 Klubs, 1 Anerkennung
  • 2005 – 100 beste Bilder 2004: 1 Preis und 5 Annahmen
  • 2005 – Muldental Fotoschau 2005: 2 Preise
  • 2004 – Porträtfotoschau Dresden: 5 Annahmen, 1 Hauptpreis, 1 Anerkennung
  • 2003 – Sächsische Farbdiatage in Colditz: 1 Einzelpreis
  • 2003 – Landesfotoschau DVF Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 1 Medaille, 3 Preise
  • 2003 – Muldental Fotoschau: 6 Einzelpreise
  • 2003 – 100 beste Bilder aus 2002: 1 Preis, 4 Annahmen
  • 2002 – Sachsenfotoschau: 2 Preise
  • 2001 – Sächsische Farbdiatage auf Schloss Colditz: Gesamtsieger und 4 Einzelpreise

2004 – Brückenschlag – längste Fotoausstellung in Grimma

Im August 2002 wurde die historische Steinbrücke in Grimma (von Baumeister Pöppelmann 1716/19 erbaut) und die Hängebrücke über die Mulde durch die Wassermassen der Jahrtausendflut zerstört.

Während die Reste der Pöppelmannbrücke bis zum Wiederaufbau im Jahr 2010 noch zerstört in der Mulde standen, ist die Hängebrücke schnell wieder in alter Schönheit restauriert worden. Als „Brückenschlag“ sollte die längste Fotoausstellung der Welt an einer Fotoleine einen Bogen zwischen den beiden Brücken herstellen, sie symbolisch miteinander verbinden und ein Zeichen setzen. Die Ausstellung 2004 begann an der östlichen Seite der zerstörten Brücke. Von hier aus überspannten die Fotografien mit ihren vielfältigen Themen die Brücke. Die Ausstellung zog sich am westlichen Ufer der Mulde entlang der Promenade, vorbei am Schloss Grimma und dem Gymnasium St. Augustin, bis hin zur ersten Station in die Klosterkirche. Die Fotoschau führte wieder aus der Kirche hinaus zum Heimatmuseum, weiter an der Stadtmauer entlang, vorbei an der Großmühle bis hin zur Hängebrücke unterhalb der Gattersburg. Auch die Hängeseilbrücke wurde überquert, und die Ausstellung endete an deren östlichem Ufer im Grimmaer Stadtwald. Die Gesamtlänge betrug rund 2200 Meter, dementsprechend war der Bedarf an Fotoaufnahmen riesengroß. Der bisherige Rekord, aufgestellt von der Gesellschaft für Fotografie im Jahre 2001 auf dem Gelände der ORWO-Filmfabrik Wolfen, stand bei 1650 Meter. Leider wurde unser (eigentlich) neuer Rekord von Guiness Records in London nicht anerkannt, da wir von kleinen Fotos bis zu Riesenpostern alles an Wäscheleinen befestigt hatten. Erst im Nachhinein wurde uns mitgeteilt, dass nur Fotos gleichgroßen Abmaßes für den Rekord zugelassen seien …

Rekordjagd über der Mulde

Grimmaer Kunst- und Fotoverein will zum 40. ins Guinnessbuch

(Zeitungsartikel – Wochenkurier vom Mai 2004)

Grimma/Landkreis. Der Arbeitskreis Fotografie des Kunst- und Fotovereins Grimma e.V. schaut in diesem Jahr auf vier Jahrzehnte Arbeit mit Kamera und Zelluloid zurück. Dies soll gefeiert werden. Und die Muldentaler sind dazu herzlich eingeladen.

Der Muldentalkreis hat die Folgen der Hochwasserkatastrophe überwunden. Wie besser könnte dies dokumentiert werden als mit dem Unterfangen, ins Guinnessbuch der Rekorde zu gelangen!? Der Arbeitskreis Fotografie des Kunst- und Fotovereins Grimma e.V. hat sich dieses ehrgeizige Ziel auf die Fahnen geschrieben. „Wir wollen für die Muldentaler am 22. Mai eine große Party veranstalten“, kennt Vereinssprecher Thomas Kube die Details. „Und den Höhepunkt des Festes soll der Versuch bilden, Aufnahme ins Buch der Rekorde zu finden.“

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich die rund 20 Vereinsmitglieder mächtig ins Zeug legen. Und alle Muldentaler dazu. Denn ohne ihre Unterstützung wird nichts mit dem Rekord, werden doch an der längsten Fotoleine, die der Verein vom Grimmaer Stadtwald-Muldeufer über die Pöppelmannbrücke bis zur Klosterkirche und dann weiter zur Hängebrücke spannen will, tausende Fotos ihren Platz finden. Die Vorgabe, die es zu schlagen gilt, ist nicht von Pappe. Immerhin schaffte es die Gesellschaft für Fotografie Wolfen vor gut drei Jahren, eine 1620 Meter lange Leine mit Fotos zu bestücken. „Das Reglement besagt“, weiß Kube, „dass die Fotos mindestens im Abstand von zehn Zentimeter platziert sein müssen. Nimmt man die von uns geplante Strecke von 1.800 bis 2.000 Metern zur Grundlage, dann müssen die Muldentaler schon gehörig ihre Foto-Alben plündern.“
Der Verein wird es ihnen jedoch am 22. Mai 2004 danken. Denn rund um den Rekordversuch will er ein üppiges Rahmenprogramm auf die Beine stellen. So wird sich etwa das Grimmaer Muldeufer in eine Kunst-Meile verwandeln, auf der sich die malende Fraktion des Kunst- und Fotovereins über die Schultern schauen lässt, und die Klosterkirche in ein Atelier, in dem sich Fotoprofis und -amateure ein Stelldichein geben. Und zum Abschluss der Party wird Drogist „Schorsch“ Dornig den Muldentaler Nachthimmel mit einem Barockfeuerwerk zum Leuchten bringen.
Bei aller Rekordjagd und Partystimmung hat der Verein jedoch auch die ernsten Dinge des Lebens nicht aus den Augen verloren. „Dass die Fotoleine über die Pöppelmannbrücke gespannt wird, kommt nicht von ungefähr“, so Kube. „Vielmehr wollen wir auf diese Weise die Brückenreste symbolisch zusammenführen und das Bauwerk wieder ins Gespräch bringen.“

R. Dietze