Veranstaltungen

Fotograf Gerhard Weber bei Bundespräsident Joachim Gauck

BU: Brigitte und Gerhard Weber im Gespräch mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck im Festsaal von Schloss Bellevue

Fotograf Gerhard Weber zu Besuch beim Bundespräsidenten Joachim Gauck

Bei der Ehrung des großen deutschen Regisseurs Edgar Reitz zu dessen 80. Geburtstag war auch Grimmas Fotovereinsgründer Gerhard Weber eingeladen. Eingeladen waren in erster Linie Kunstschaffende aus ganz Deutschland sowie Schauspieler, Film- und Fernsehleute und Künstler, die sich in irgendeiner Form mit dem Thema Heimat auseinandergesetzt hatten. Der Grimmaer Fotograf Gerhard Weber und seine Ehefrau Brigitte zählten zu den ausgewählten Gästen auf Schloss Bellevue am 15. November 2012. Die fotografischen Arbeiten von Gerhard Weber waren  also bis zum Bundespräsidenten nach Berlin vorgedrungen.

Als Regisseur Edgar Reitz Anfang der 1980er Jahre mit seinem Filmprojekt „Heimat“  in den Hunsrückdörfern begann, startete fast zeitgleich im anderen Teil Deutschlands Gerhard Weber seine fotografische Langzeitarbeit „Die Leute im Dorf Erlln“. Gedankengleichheit auf verschiedenen künstlerischen Wegen in unterschiedlichem Genre. Sie kannten sich nicht und konnten damals auch nicht durch die Teilung Deutschlands zueinanderkommen. Während Edgar Reitz seit seiner frühesten Jugend dem Film verbunden war, war es bei Gerhard Weber die Fotografie. Der eine bekam einen Projektor vom Vater geschenkt und der andere kaufte sich vom ersten selbst verdienten Geld eine Kamera. Beide verbindet das fantastische Thema „Heimat“.

Bundespräsident Joachim Gauck betonte in seiner Festrede Folgendes: „Zu Hause finden wir uns da, wo Geschichten von uns erzählt werden, vielleicht im Sinne Heinrich Bölls, der auf der Suche war nach ‚einer bewohnbaren Sprache in einem bewohnbaren Land‘ …“

Weber schuf in seinem fotografischen Metier „Die Leute im Dorf Erlln“, „Colditzer Familienporträts“ und in jüngster Vergangenheit die großen, emotionalen und dokumentarischen Werke „Im Land der Mulde“ (Ausstellung in der Klosterkirche Grimma 2009 und Bildband „Im Land der Mulde“) und „Lebenszeiten – mitten im Land“ als Freilicht-Fotoausstellung an fünf Standorten in und um Grimma mit dazugehörigem Bildband „Lebenszeit“. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte hatte er nach der Wende 450 Dörfer im Südraum Leipzig im Auftrag der Leipziger Volkszeitung in Wort und Bild festgehalten und veröffentlicht.

Beide, Reitz und Weber, leisten mit ihrer Einstellung und Liebe zur Heimat, als großartiger Regisseur, Filmemacher und brillanter Erzähler der eine und als Fotograf und Dokumentarist der andere, eine wichtige Arbeit.

Als sich Gerhard Weber, der Gründer unseres Fotovereins und heutiges Ehrenmitglied, im persönlichen Gespräch dem Bundespräsidenten Joachim Gauck vorstellte, meinte der: „Einen Fotografen mit diesem Namen kenne ich aus Rostock.“ Auch der Grimmaer Gerhard Weber kennt persönlich diesen Berufskollegen schon seit über 30 Jahren, und es gab schon mehrmals die eine oder andere Verwechslung.

Bei der Verabschiedung sagte Bundespräsident Joachim Gauck: „Jetzt kenne ich zwei gute Fotografen in Deutschland, die Gerhard Weber heißen. Und halten Sie auch weiterhin den Weg ein, die einfachen Leute auf dem Land im Bild festzuhalten. Die Menschen und unsere Gesellschaft brauchen das. Ich werde Ihr Schaffen weiterhin verfolgen und wünsche viel Glück und Gesundheit.“

Fotograf Gerhard Weber bei Bundespräsident Joachim Gauck2020-11-17T22:39:34+01:00

Sächsische Fototage 2011 wieder erfolgreich

Sächsische Fototage 2011 wieder erfolgreich

Colditz/Leipziger Land. Aller zwei Jahre gerät Schloss Colditz im wahrsten Sinne des Wortes in den Fokus vieler Fotovereine, die natürlich überwiegend aus Sachsen kommen. Zum mittlerweile elften Mal fanden am letzten Oktoberwochenende 2011 im Muldentaler Süden die vom Arbeitskreis Fotografie des Kunst- und Fotovereins Grimma organisierten Sächsischen Fototage statt, die in vordigitaler Zeit den Namen „Colditzer Farbdiatage“ trugen.

Ein Hauch von Sachsens Glanz und Preußens Gloria lag am Nachmittag des 29. Oktober über dem Zschadraßer Park, einem Ortsteil von Colditz. Verantwortlich dafür zeichneten die Mitglieder des Traditionsvereins Dresdener Barock, die in ebenso prächtige wie elegante Roben des 17. und 18. Jahrhunderts gekleidet waren. Sie hatten dabei keine andere Aufgabe als zu posieren. Und zwar vor den Kameras jener 70 Sachsen und 5 polnischen Fotografen aus Stettin, die sich in diesem Jahr mit ihren Vereinen an den Sächsischen Fototagen beteiligt hatten. Neben dem barocken Fotoangebot wurden die Fotohungrigen aber schon im Vorfeld beim Spaziergang durch den historischen Colditzer Tiergarten von mystisch anmutenden zarten Elfen, dargestellt von jungen hübschen Fotomodellen, zum Fotografieren verleitet.

Dabei begann die Veranstaltung noch recht sachlich: mit dem Referat eines Kodak-Vertreters über Neuigkeiten seines weltbekannten Unternehmens, es folgte eine Fotoschau über Kuba des Chemnitzer Fotografen Klaus Ruttloff, die einmal mehr unter Beweis stellte, dass man auch im Urlaub mehr als nur Erinnerungsfotos schießen kann.

Den Abend bestimmten Vorträge über Panoramafotografie und ein außergewöhnliches Kalenderprojekt. Der Dresdner Holger Schütze begab sich mit weiteren Dresdner Fotografen auf den Malerweg in der Sächsischen Schweiz und fotografierte von den selben Standorten, an denen in früheren Jahrhunderten bekannte Maler ihre Gemälde geschaffen hatten.

Krönender Abschluss des ersten Veranstaltungstages war dann allerdings der Auftritt des Schatten-Masken-Mimen-Musiktheaters ANASAGES aus Chemnitz. Die ungewöhnliche Performance der beiden Darsteller fand auf einem Bühnenpodest im Innenhof des Colditzer Schlosses statt und zog wohl alle Teilnehmer in ihren Bann.

Weiterhin im Mittelpunkt der Veranstaltung stand aber der traditionelle Fotowettbewerb, der nunmehr seit vier Jahren mit digitalen Bilddateien durchgeführt wurde. In dessen Rahmen hatten die teilnehmenden Vereine insgesamt in 13 Kollektionen eingereicht. 299 Fotos waren es insgesamt, 39 davon zu den Sonderthemen Landschaft, Porträt, Armut.

Alle Fotos wurden im Vorfeld von einer hochkarätigen Jury bewertet. Dieser gehörte die bekannte Potsdamer Diplomfotografin Monika Schulz-Fieguth (Mitglied der Gesellschaft für Fotografie), der Chemnitzer Klaus Ruttloff (Vorstandsmitglied im Landesverband Sachsen des Deutschen Verbandes für Fotografie) sowie dem Leipziger Jens Straube, seines Zeichens Vorsitzender des Sächsischen Fotoverbandes, an. Selbiger bestätigte den eingereichten Arbeiten eine insgesamt sehr gute Qualität. „Allerdings schwankt diese von Verein zu Verein, wobei die Spanne der Arbeiten von hervorragend bis unterdurchschnittlich reicht.“ Eindeutig in die erstere Kategorie gehörten in diesem Jahr einmal mehr die eingereichten Arbeiten des gastgebenden Grimmaer Vereins, der knapp vor der Pixelschmiede Dresden und dem Fotoclub 58 aus Leipzig das Rennen machte.

Thomas Kube, der Veranstaltungsleiter vom Fotoverein Grimma, zeigte sich auch hinsichtlich der Resonanz auf die 11. Fototage mehr als zufrieden. „Haben wir bei den bisherigen Veranstaltungen im Durchschnitt 60 Teilnehmer gezählt, so waren es in diesem Jahr 75 und erstmalig seit DDR-Zeiten auch mal wieder mit internationaler Beteiligung.“

Sächsische Fototage 2011 wieder erfolgreich2020-11-17T22:50:27+01:00

Fotoschau offiziell beendet

Weber: Konzept der Ausstellung ist aufgegangen

Grimma. Die spektakuläre Open-Air-Fotoschau mit rund 300 großformatigen Fotos von Gerhard Weber an fünf Standorten ist vorüber. Und der 71 Jahre alte Fotograf gibt zu: „Ich bin erschöpft“, um gleich nachzuschieben: „Aber gedanklich nicht müde.“ Vier Mal hat Weber selbst auf mehrstündigen Führungen Besucher zu den Bildern in Grimma, Höfgen und Nimbschen begleitet. Nahezu täglich war er in den zehn Wochen an Ausstellungsstandorten zu finden. Er stellte sich den Fragen und teils kontroversen Diskussionen zu seinen ausschließlich schwarz-weißen, seit 1990 entstandenen Fotos. Er freute sich über anerkennende Worte und verkaufte seinen Fotoband „Lebenszeit“ vom Höfgener Verlag Edition Wächterpappel, der parallel zur Ausstellung erschien und im Buchhandel erhältlich ist.

Weber wusste, dass seine Bilder streitbar sind, vor allem die von den Menschen, die er in den Dörfern der Region in den hinteren Winkeln gesucht und getroffen hat und die sich von ihm wahrhaft und offen haben ablichten lassen. „Ich habe den Leuten Bilder gezeigt, die sie sonst nicht sehen, wenn sie nur die Hauptstraßen entlang gehen oder fahren.“ Diese Bilder in geballter Form hätten manche Betrachter erschreckt oder überrascht, doch Weber freut sich über die vielen Diskussionen, die er erlebt hat. „Die Leute haben sich nicht über mich, den Fotografen, unterhalten, sondern über den Inhalt der Bilder.“ Manche Bemerkung habe ihn auch geärgert, zum Beispiel die, dass einige Bilder wohl kurz nach dem Krieg aufgenommen worden seien. „Die das gesagt haben, haben nie Gesichter von Menschen nach dem Krieg gesehen.“
Am meisten gefreut habe er sich über Menschen, die ihm berichteten, sie hätten sich an den Bildern erfreut, hätten geweint und gelacht. Reaktionen per E-Mail kamen aus ganz Deutschland, aus Österreich, Belgien, Schweden und Großbritannien. Grimma-Besucher aus allen diesen Ländern haben Webers Bilder gesehen.
Im Rückblick zeigt sich der Grimmaer Fotograf zufrieden mit dem kräftezehrenden Großprojekt, das enorm viele Helfer und Unterstützer hatte. Angefangen von den Veranstaltern Kunst- und Fotoverein Grimma und der Volkshochschule Muldental über viele, viele Helfer, die die Ausstellung mit Geld oder Tatkraft ermöglichten. „Dafür möchte ich mich bedanken“, sagt Weber, der schätzt, dass zwischen 25.000 und 30.000 Menschen die Bilder gesehen haben. Zufrieden ist er auch, weil sein Konzept aufgegangen sei, mit einer Ausstellung an fünf Standorten die Menschen zu Erlebnissen in der Natur, mit den touristischen Attraktionen und der hiesigen Gastronomie zu führen.
Während ein Großteil der Bilder schon abgenommen wurde, sind die in Höfgen und an der Fähre noch bis zum Handwerkermarkt am 23. und 25. September zu sehen.              André Neumann;   Leipziger Volkszeitung

Fotoschau offiziell beendet2020-11-17T23:04:37+01:00

Freiluftausstellung findet höchste Anerkennung

Freiluftausstellung findet höchste Anerkennung

Grimma. „LebensZeiten – Mitten im Land“ – der Titel der Fotoausstellung von Gerhard Weber ist seit dem 18. Juni 2011 wortwörtliche Realität. Bilder, auf denen der bekannte Grimmaer Fotograf zwischen 1991 und 2011 das Leben der Menschen in seiner Heimat festhielt, sind mitten auf dem Land zu sehen, unter freiem Himmel, an fünf Standorten, auf beiden Seiten der Mulde.

Die Eröffnung auf den Muldewiesen Die Eröffnung auf den Muldewiesen an der Schiffsmühle wurde zur Stunde der Superlative. Weber selbst sprach von einem „Höhepunkt in meinem Leben“, von einem Langzeitprojekt, bei dem er 20 Jahre lang versucht habe, „den Menschen in die Seele zu schauen“. Es sei ihm immer um die einfachen Menschen gegangen, zu denen habe er Nähe gesucht. Genau diese Normalität sei es, die die Bilder so besonders mache, erklärte Landrat Gerhard Gey in seinem Grußwort. Er sprach von einer „spektakulären Ausstellung“, die bestes Marketing fürs Muldental und Grimma darstelle. In diese Kerbe schlug auch Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger, der Webers Schau als ein weiteres Kulturhighlight für Grimma bezeichnete. Selbst der Präsident des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Eröffnung der Freilichtausstellung extra von Leverkusen nach Grimma zu kommen. Der Slogan „Augen auf in der Mitte Sachsens“ treffe absolut zu, so Willy Borgfeld. Niemand sollte sich die Bilder entgehen lassen, bei denen Weber mit viel Feingefühl „dem Volk aufs Maul geschaut“ habe. Der DVF-Chef brachte allerdings nicht nur lobende Worte mit: Er zeichnete Weber unter lang anhaltendem Applaus der zahlreichen Gäste mit dem Fotopreis 2011 des Verbandes aus.

Bei der Ausstellung handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Kunst- und Fotovereins Grimma und der Volkshochschule (VHS) Muldental mit dem Fotografen. Vereinsvorsitzender Thomas Kube, der die Moderation der Vernissage übernommen hatte, erinnerte an vorherige Leistungen aus der 47-jährigen gemeinsamen Geschichte von Gerhard Weber und des Fotovereins. „Und wenn Sie glauben, der heutige Höhepunkt sei der Schlusspunkt, wir glauben es nicht“, machte Kube deutlich, dass er noch einiges erwarte. Wohl nicht zu Unrecht: Während andere ihn lobten, drückte Weber wie immer auf den Auslöser. Und machte damit das, was VHS-Chef Thomas Friedrich in seiner Laudatio erwähnte: Er hielt „das Geschehen um uns herum zu einem bestimmten Zeitpunkt“ im Bild fest. Denn, so Friedrich, „entscheidend ist der Moment, in dem man auf den Auslöser drückt“. Weber sei es gelungen, das Wesentliche zu erkennen und die richtigen Schwerpunkte zu setzen, damit habe er Fotos „wie ein Geschichtsbuch“ geschaffen: „Dem Fotokünstler Gerhard Weber ist eine in Deutschland wohl einmalige und kaum wiederholbare künstlerische Exposition gelungen, die auch für die Zukunft von zeitgeschichtlicher Bedeutung sein wird.“

Umrahmt wurde die Vernissage von Tanzkunst der Dazzling Flights sowie vom Blechbläserquintett der Sächsischen Bläserphilharmonie.

Heinrich Lillie (Leipziger Volkszeitung)

Freiluftausstellung findet höchste Anerkennung2020-11-26T21:43:55+01:00

1. Fotopreis des DVF geht an Gerhard Weber

1. Fotopreis des DVF geht an Gerhard Weber

Grimma. „LebensZeiten – Mitten im Land“ – der Titel der Fotoausstellung von Gerhard Weber ist seit dem 18. Juni 2011 wortwörtliche Realität. Bilder, auf denen der bekannte Grimmaer Fotograf zwischen 1991 und 2011 das Leben der Menschen in seiner Heimat festhielt, sind mitten auf dem Land zu sehen. Unter freiem Himmel, an fünf Standorten auf beiden Seiten der Mulde.

Die Eröffnung auf den Muldewiesen an der Schiffsmühle wurde zur Stunde der Superlative. Weber selbst sprach von einem „Höhepunkt in meinem Leben“, von einem Langzeitprojekt, bei dem er 20 Jahre lang versucht habe, „den Menschen in die Seele zu schauen“. Es sei ihm immer um die einfachen Menschen gegangen, zu denen habe er Nähe gesucht. Genau diese Normalität sei es, die die Bilder so besonders mache, erklärte Landrat Gerhard Gey in seinem Grußwort. Er sprach von einer „spektakulären Ausstellung“, die bestes Marketing fürs Muldental und Grimma darstelle. In diese Kerbe schlug auch Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger, der Webers Schau als ein weiteres Kulturhighlight für Grimma bezeichnete. Selbst der Präsident des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Eröffnung der Freilichtausstellung extra von Leverkusen nach Grimma zu kommen. Der Slogan „Augen auf in der Mitte Sachsens“ treffe absolut zu, so Willy Borgfeld. Niemand sollte sich die Bilder entgehen lassen, bei denen Weber mit viel Feingefühl „dem Volk aufs Maul geschaut“ habe. Der DVF-Chef brachte allerdings nicht nur lobende Worte mit: Er zeichnete Weber unter lang anhaltendem Applaus der zahlreichen Gäste mit dem Fotopreis 2011 des Verbandes aus.

Bei der Ausstellung handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Kunst- und Fotovereins Grimma und der Volkshochschule (VHS) Muldental mit dem Fotografen. Vereinsvorsitzender Thomas Kube, der die Moderation der Vernissage übernommen hatte, erinnerte an vorherige Leistungen aus der 47-jährigen gemeinsamen Geschichte von Gerhard Weber und des Fotovereins. „Und wenn Sie glauben, der heutige Höhepunkt sei der Schlusspunkt – wir glauben es nicht.“ Kube machte deutlich, dass er noch einiges erwarte.

Wohl nicht zu Unrecht: Während andere ihn lobten, drückte Weber wie immer auf den Auslöser. Und machte damit das, was VHS-Chef Thomas Friedrich in seiner Laudatio erwähnte: Er hielt „das Geschehen um uns herum zu einem bestimmten Zeitpunkt“ im Bild fest. Denn, so Friedrich, „entscheidend ist der Moment, in dem man auf den Auslöser drückt“. Weber sei es gelungen, das Wesentliche zu erkennen und die richtigen Schwerpunkte zu setzen, damit habe er Fotos „wie ein Geschichtsbuch“ geschaffen: „Dem Fotokünstler Gerhard Weber ist eine in Deutschland wohl einmalige und kaum wiederholbare künstlerische Exposition gelungen, die auch für die Zukunft von zeitgeschichtlicher Bedeutung sein wird.“

Umrahmt wurde die Vernissage von Tanzkunst der Dazzling Flights sowie vom Blechbläserquintett der Sächsischen Bläserphilharmonie.

Heinrich Lillie (Leipziger Volkszeitung)

1. Fotopreis des DVF geht an Gerhard Weber2020-11-26T21:37:32+01:00

Größte Open-Air-Fotoschau Sachsens in Grimma eröffnet

300 großformatige Schwarz-Weiß-Fotos unter freiem Himmel

Spektakuläre Freiluftausstellung von Gerhard Weber in Grimma

Grimma/Höfgen. „Mist“, ruft Hans Rosenberger. In dem bröckeligen Mauerwerk am heruntergekommenen Landwirtschaftsgebäude am Ortseingang von Höfgen ist ihm gerade der Bohrer weggerutscht. Zum Glück hängen die meisten Bilder schon. Mehrere Mitglieder des Arbeitskreises Fotografie vom Kunst- und Fotoverein Grimma haben seit dem Morgen des 14. Juni an den Wänden des alten Stalls über 50 großformatige Bilder aufgehängt. Sie gehören zu der am 18. Juni beginnenden spektakulären Open-Air-Ausstellung „Lebenszeiten – Mitten im Land“. 300 Bilder aus den Jahren 1991 bis 2011 zeigt Diplomfotograf Gerhard Weber an fünf Standorten: am Floßplatz in Grimma unweit der Hängebrücke, an der Höfgener Fähre, an der Schiffmühle, in Nimbschen gegenüber der Klosterruine und im Ort Höfgen selbst.

Die Liste der Unterstützer ist freilich viel größer. Weber zählt 33 Vereine, Firmen und Institutionen sowie 34 Personen und Familien auf, die mit Technik, Material, Tatkraft oder Geld geholfen haben, das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Wie alles wirkt und aussieht, wissen Weber und seine Akteure selbst auch erst, wenn alle Bilder hängen. Notfalls, sagt Kube, werde bis zum Vormittag des Eröffnungstages durchgearbeitet. Besonders an der Schiffsmühle könnte es länger dauern als erwartet. Dort sollen die Bilder an alten Landwirtschaftsgeräten hängen. Es wurden aber keine ausrangierten alten, sondern einsatzfähige Geräte angeliefert, in die nicht einfach Löcher gebohrt werden können.

Hier auf den Muldewiesen wird die Ausstellung am Sonnabend, den 18. Juni 2011, um 16 Uhr feierlich eröffnet. Die Volkshochschule Muldental, ein Partner der „Lebenszeiten“-Fotoausstellung, eröffnet damit zugleich ihr neues Semester. Die Volkshochschule, sagt Weber, werde auch Führungen durch die Ausstellung anbieten. Gruppen können sich freilich auch bei ihm anmelden, doch auch ohne Führung wolle der Fotograf sehr oft vor Ort sein. Trifft man ihn, dann lohnt es sich, Gerhard Weber anzusprechen, der zu fast jedem Bild auf Anhieb etwas erzählen kann.

Zeitgleich mit der Ausstellung erscheint am Sonnabend Webers neuer Fotoband mit dem Titel „Lebenszeit“ mit einem Text von Jörg Jacob.

André Neumann, Leipziger Volkszeitung

LebensZeiten – Mitten im Land: Open-Air-Ausstellung

Eröffnung: 18. Juni 2011, 16 Uhr, im Grimmaer Ortsteil Höfgen an der Schiffsmühle

Lebenszeit: Fotoband, Edition Waechterpappel, 19,80 Euro

Mehr zur Fotoschau hier: http://www.weber-photodesign.de/lebenszeiten/lebenszeiten-mitten-im-land.html

Größte Open-Air-Fotoschau Sachsens in Grimma eröffnet2020-11-19T15:48:41+01:00

Muldental Fotoschau 2011

Muldental-Fotoschau 2011

Sieger der Muldental-Fotoschau ermittelt / 190 Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis Leipzig / 22 Preise vergeben

Grimma. Die Preisträger der Muldental-Fotoschau 2011, die zum neunten Mal vom Kunst- und Fotoverein Grimma sowie von der Sparkasse Muldental veranstaltet wurde, stehen fest. Im Rahmen einer Vernissage, die im Sparkassen-Hauptgebäude stattfand, ehrten der Fotograf Gerhard Weber vom Fotoverein und Heidrun Naumann von der Sparkasse die erfolgreichen Fotografen und stellten deren Werke vor.
Insgesamt 190 Bildautoren aus dem ehemaligen Muldentalkreis, aber auch aus dem Gebiet des neuen Landkreises Leipzig, beteiligten sich mit 1.227 Bildern an dem seit 1994 alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb. Ein Amateurfotowettbewerb, der nach Angaben der Initiatoren gar der größte seiner Art in ganz Sachsen sei und für den 182 Fotografien von 93 Autoren angenommen wurden, die nun in der präsentierten Fotoausstellung einen Platz fanden. Obwohl die Auswahl der Fotos, deren Qualität laut Weber „sich durchweg auf einem sehr hohen Niveau bewegt“, äußerst schwer gefallen sei, appellierte Naumann daran, sich am nächsten Wettbewerb zu beteiligen, „der auf alle Fälle wieder in zwei Jahren ausgeschrieben wird“. Auffallend war der hohe Anteil weiblicher Fotografen, von denen 40 ihre Arbeiten in der Ausstellung platzieren konnten. Mehr noch, das vermeintlich schwache Geschlecht war besonders stark vertreten unter den Preisträgern. So bekam Ulla Schäfer aus Grimma mit einer Fotoserie von sechs Bildern den Preis für die beste Gesamtleistung. Cindy Szafran aus Mölbis hatte mit ihrem Foto das Sonderthema „Kleine Welt am Wegesrand“ überzeugend umgesetzt. Und auch unter den jugendlichen Teilnehmer konnte sich Franziska Heidner aus Colditz über einen Sonderpreis freuen. Ganz zu schweigen von der Sparte „Nicht organisierte Fotoamateure“, die mit Mandy Seidel aus Trebsen sowie Peggy Boegner und Brigitte Weber, beide aus Grimma, durchweg von Frauen beherrscht wurde. Darüber hinaus räumten auch Frauen sechs der zehn begehrten Sachpreise ab.
Mit Bedauern stellte Weber fest, dass sich an dem für alle Fotografen offenen Wettbewerb nur drei Berufsfotografen beteiligten. Darunter Corwin von Kuhwede aus Naunhof. Er bestach mit seinen Aktfotos und bekam dafür in der Sparte Schwarz-Weiß-Fotografie den ersten Preis. Die zweiten und dritten Preise sicherten sich Steffen Kunze (Naunhof) und Thomas Kube aus Grimma. Steffen Gärtner aus Bad Lausick wollte seine Makro-Aufnahmen erst gar nicht einsenden, ließ er wissen. Er überlegte es sich jedoch anders, was ihm mit beeindruckenden Tieraufnahmen den ersten Preis unter den Farbfotografien einbrachte. Die zweiten und dritten Preise in dieser Sparte gingen an André Heidner aus Colditz und an den Grimmaer Werner Rosenberger.
Die Resonanz bei den Besuchern war überwältigend. „Ich habe den Eindruck, hier waren nur Profis am Drücker“, befand Andrea Schürmann. Sie zollte der fünfköpfigen Jury ihren Respekt, „die bei dieser Qualität der Fotos bestimmt keinen leichten Job hatte. Ich erfreue mich an dem, was ich hier sehe“, ergänzte die junge Frau. Das können auch andere Betrachter noch bis zum 16. Juni. So lange ist die Ausstellung in Grimma zu bewundern, bevor sie dann in Wurzen gezeigt wird.

Frank Schmidt (Leipziger Volkszeitung)

Muldental Fotoschau 20112020-11-19T16:07:32+01:00

Hauptpreis und 2. Platz geht nach Grimma

Hauptpreis und 2. Platz geht nach Grimma

Fotowettbewerb vom Sächsischen Apothekerverband ausgewertet

203 Bilder von 127 teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen waren das Ergebnis der sachsenweiten Ausschreibung des Fotowettbewerbes vom Sächsischen Apothekerverband.

Die 35 besten Bilder sind seit Sonnabend, 2. April, und noch bis zum 17. April im NH-Hotel im Stadtzentrum Dresden hinterm Altmarkt neben der Kreuzkirche zu besichtigen. Von diesen 35 Bildern kommen elf Fotos aus Grimma und neun von Mitgliedern des Kunst- und Fotovereins.

„Die Gewinnerbilder zeichnen sich durch den Blick fürs Besondere und ein hohes Maß an technischem Können aus“, urteilte Dr. Ulrich Bethge, Geschäftsführer des Sächsischen Apothekerverbandes e.V. und ebenfalls Mitglied der Jury.

Im Beisein zahlreicher Gäste des Sächsischen Apothekertages, unter ihnen Sachsens Sozialministerin Christine Clauß, konnten die Sieger ihre Preise entgegennehmen. Die als Wanderausstellung konzipierte Fotoschau wird nun für fast zwei Jahre durch ganz Sachsen touren. Nächste Stationen werden das Sächsische Ministerium für Soziales in Dresden sowie die Hauptgeschäftsstelle der Barmer GEK in Leipzig sein.

Schon bei der Vernissage zeigten sich die Besucher der Veranstaltung von der Vielfalt der Fotos zum Thema „Gesund in Sachsen“ begeistert.

Den 1. Platz und damit Hauptpreisträger wurde Steffen Kunze aus Naunhof für sein Foto „tango argentino“. Auch die zweitbeste Platzierung errang ein Mitglied vom Kunst- und Fotoverein Grimma: Hubertus Letzner schoss sein Foto „Wassergymnastik“ in der Schwimmhalle vom Gesundheitszentrum Schmorditz bei Nerchau.

Was: Fotoausstellung „Gesund in Sachsen“ vom Sächsischen Apothekerverband

Wo und wann: noch bis 17. April 2011 im NH-Hotel, An der Kreuzkirche 2 in 01067 Dresden,

danach 18. April bis 10.Mai 2011 im Sächsischen Staatsministerim für Soziales, Albertstraße 10 in 01097 Dresden

und danach vom 11. Mai bis 30. Juni bei der Barmer GEK Krankenkasse, Ludwig-Erhard-Str 49 in 04103 Leipzig

Zu den Fotos:

Sachsens Sozialministerin Christine Clauß war Ehrengast des Apothekertages und somit auch bei der Preisverleihung zugegen.

Im Gespräch mit Hauptpreisträger Steffen Kunze und in lustiger Runde mit Kunze und Hubertus Letzner.

Monika Koch vom Sächsischen Apothekerverband beglückwünscht Hubertus Letzner zum 2. Platz.

Fotos: Thomas Kube

Hauptpreis und 2. Platz geht nach Grimma2020-11-19T16:16:09+01:00

Wege führen weit ins Land – Gerhard Weber

Der Gründer des Fotovereins Grimma,

Fotodesigner Gerhard Weber, setzt auch im Jahr 2011 seine Aktivitäten bezüglich zahlreicher Personalausstellungen fort. Vom 6. Februar 2011 bis 31. Oktober 2011 ist er mal wieder zu Gast im Steinarbeiterhaus Hohburg bei Wurzen. Dort zeigt er Fotografien aus dem Muldental unter dem Titel „Wege führen weit ins Land“.

Wege führen weit ins Land – Gerhard Weber2020-11-19T16:19:19+01:00

Faces-Gesichter_Schau zeigt Portraitfotos

Schwarz gewandelte Menschen waren im Oktober 2010 in Kohren-Sahlis im Leipziger Land unterwegs, „verfolgt“ von zahlreichen Kameraträgern. Des Rätsels Lösung: In der dortigen evangelischen Heimvolkshochschule fand ein Porträt-Workshop unter Leitung des Grimmaer Diplom-Fotografen Gerhard Weber statt.

Die Ergebnisse werden seit Anfang Februar 2011 im Foyer des Bildungszentrums in Kohren-Sahlis präsentiert. Die 17 Teilnehmer des Fotoprojektes von einem Wochenende zeigen ihre besten Ergebnisse: Porträts in Schwarz-Weiß und Farbe. Gearbeitet wurde mit Models aus der Leipziger Wave-Gothik-Szene, Jugendlichen aus der Töpferstadt und auch untereinander haben sich die Fotofreunde abgelichtet.

Die 32 großformatigen Fotos können bis zum Frühsommer 2011 besichtigt werden – jeweils montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und an den Wochenenden nach telefonischer Terminabsprache (034344/61861).

Faces-Gesichter_Schau zeigt Portraitfotos2020-11-19T16:24:33+01:00
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